Wechsel der Rennserie - Vivien Volk in Richtung Professionalität

Datum: 11. März 2013
Ein hochkarätigeres Teilnehmerfeld, deutlich professionellere Bedingungen und wesentlich mehr Spannung – diese Argumente beschleunigten den Wechsel der Stuttgarter Rennfahrerin Vivien Volk (22) in die DMV TCC. An insgesamt neun Rennterminen will sie der übermächtigen Männerschar zeigen wo Barthel den Most holt und schielt in ihrer Klasse schon jetzt in Richtung Podium.

Mit zwei Liter Hubraum, nahezu 400 PS und einer giftgrünen Lackierung will sich Vivien Volk in der DMV TCC behaupten. Bei der europaweit ausgetragenen Rennserie gehen pro Rennwochenende bis zu 70 Fahrer an den Start, liefern sich spannende Zweikämpfe um jeden Zentimeter Boden. Künftig mittendrin – die examinierte Erzieherin Vivien Volk mit ihrem Seat Leon Supercopa.

Die in Speyer, also weniger als 20 Kilometer vom Hockenheimring geborene und aufgewachsene Rennfahrerin steckt voller Vorfreude: „Ich freue mich riesig über den Wechsel in die DMV TCC. Hier ist alles eine Nummer professioneller: Das Fahrerlager, die Autos, die Fahrer, die Sponsoren und Zuschauer. Es ist mehr Rennsport und für mich eine große Herausforderung. Davor habe ich keine Angst vor der Serie, aber eine gehörige Portion Respekt.“

Nur zwei Frauen werden 2013 in der Serie an den Start gehen – Vivien Volk ist eine davon. Damit ist ihr eins schon gewiss: Jede Menge Aufmerksamkeit von Zuschauern, Veranstalter, Kollegen und Medien. Um bei den Rennen gut da zustehen, hat sie über die Wintermonate ein strenges Training absolviert. „Neben Kraft und Ausdauer habe ich meine Koordination im Fitnessstudio trainiert. Zwar dauern die Rennen nur jeweils 30 Minuten, in denen aber alles abverlangt wird. Im dichten Fahrerfeld vorne mitzufahren bedarf jeder Menge körperlicher Fitness.“

Ihr Lebensgefährte, ebenfalls Rennfahrer der für das MRS Racing Team fährt, hat sie am Rennsimulator virtuell auf die verschiedenen Rennstrecken in Europa vorbereitet. „Was sich anhört wie ein Computerspiel ist in Wirklichkeit echtes Training. Auf dem Simulator kann man die Strecken kennen lernen, auch mal einen Bremspunkt verpassen und immer wieder aufs Neue üben ohne das Auto dabei zu bewegen oder zu ruinieren.“

Treppchen im Visier
Den Spagat zwischen Hobby, Beruf und Familie schafft die Rennamazone nur mit minutiöser Planung und Rückendeckung der Familie. „Meinen Jahresurlaub,“ schildert sie freimütig, „geht fast komplett für die Rennen und die dazugehörige Vorbereitung drauf. Mein Vater, der gleichzeitig auch mein Manager und der Teamchef ist, kümmert sich um das Rennfahrzeug und um die Organisation. Mein Lebensgefährte hat für all dies viel Verständnis – schließlich ist er in gleicher Situation.“

Rainer Volk, Teamchef und Manager, hat indes das Team aufgestockt. Ein paar freiwillige Helfer mehr kümmern sich in dieser Saison um das Rennfahrzeug. „Es sind insbesondere mehr Mechaniker die uns zur Seite stehen. Was uns jedoch noch fehlt sind ein paar Gönner und Sponsoren. Auch wenn die Rennteilnahme gesichert ist – im Rennsport muss man auch stets ein paar Euro für Material in der Kalkulation führen.“ Mit gutem Gefühl blickt er nach vorne, traut seiner Fahrerin und Tochter durchaus auch mal eine Fahrt aufs Podium zu. „In der Klasse 3, in der wir an den Start gehen, haben wir gute Chancen unter die ersten fünf Platzierten zu fahren. Wenn es richtig rund läuft kann Vivien durchaus auch auf den dritten Platz schielen. Die beiden ersten Plätze sind nicht wirklich erreichbar – dafür sind zu gute, routinierte Fahrer am Start der Klasse. Aber wer weiß – im Motorsport gibt es immer wieder jede Menge Überraschungen.“
Text: Redaktionsbüro Meuren

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