Was in der DMV TCC in Oschersleben noch auffiel...

Datum: 9. Juli 2012
Auch beim "Halbzeitrennen" der DMV TCC gab es wieder viele kleinere und große Geschichten und Anekdoten im Fahrerlager. Manche darf man hier erzählen. Andere behält man besser für sich... :-)

Frank Schreiner konnte nicht in Oschersleben antreten. Der amtierende Meister musste beruflich nach China reisen. „Ich wäre gerne in Oschersleben gefahren“, so der DONIC-Chef, „aber diesmal konnte ich den Termin nicht verschieben.“

Jürgen Bender wird immer stärker im Porsche. Obwohl sein Porsche 997 GT3 R eher keine Chance auf die Top-Plätze ganz vorne hat, ist er immer „Best of the Rest“. In Oschersleben war er im Regen bei Rennen 1 sehr stark und wurde Zweiter. In Rennen 2 haderte er etwas mit Rainer Noller, der im beherzt Zweikämpfe lieferte. „Dadurch verlor ich etwas an Zeit, die ich für einen Angriff auf Beisel benötigt hätte“, so der Drittplatzierte. Mit einer Corvette GT3 hat er übrigens schon getestet. Ob er in dieser Saison aber noch im Rennen fährt, ist offen.

Kein Glück hatte der KTM X-BOW von Reinhard Kofler. Nur wegen des Defekts an einem Teil des Turboladers konnten die Österreicher nicht zweimal von Platz zwei starten und traten schon vor den Rennen die Heimreise an. Den Preis für das Teil schätzte KTM-Manager Manfred Wolf übrigens auf ca. 25 Euro. „Es hätte schon da sein sollen, aber der Lieferant hatte es noch nicht verschickt.“

Hatte Jürg Aeberhard Glück mit dem Wetter? Der bange Blick aller Piloten vor dem zweiten Rennen in Oschersleben ging immer wieder zum Himmel: Regen oder nicht!Am Ende begab sich Aeberhard mit Slicks ins Rennen und gewann. Vater Kurt hatte aber auch Plan B in der Tasche. „Wir haben noch Pirelli-Regenreifen von 2008 dabei. Ich glaube, die gibt es gar nicht mehr... Das sind quasi neue alte Reifen oder alte neue Reifen. Ganz wie man möchte.“ Und weiter: „Da mache ich mir aber keine Gedanken. Ein guter Rennfahrer muss auch das kompensieren können“, lachte er am Schluss!“ Aber vielleicht war Sohn Jürg auch ganz froh, dass er sie nicht einsetzen musste...?

Johannes Kreuer wird bis Ende der Saison mit einem BMW M3 von Pergande Racing in der DMV TCC fahren. "Momentan ist es so geplant, dass ich weiter den M3 einsetze", so der bisherige Donkervoort-Pilot. "Wir nehmen den Donkie aber mit zum nächsten Rennen auf den Red Bull Ring, um damit Testfahrten zu machen." Wenn überhaupt würde Johannes Kreuer den Donkervoort dann erst wieder zum Finale einsetzen.

Chris Vogler wird in dieser Saison vom Pech verfolgt. So schnell konnte er bisher gar nicht fahren, als dass das Pech ihn nicht doch wieder überholen würde. Und auch in Oschersleben schlug es wieder mit aller Macht zu. Im Melkus RS 2000 GTR T war für den Heilbronner schon in der Anfangsphase von Rennen 1 das Aus schnell da. „Ich hatte große Probleme mit der Schaltung“, so Chris Vogler. Die Melkus-Crew arbeitete mit Hochdruck am Problem und schaffte es knapp aber rechtzeitig vor Rennen 2 das Auto wieder zu reparieren. Und Vogler holte sich damit dann den Sieg der Klasse 7.

Nach seinem Unfall in Rennen 1 trat Thomas Langer unerschrocken auch in Rennen 2 wieder an. Diesmal mit dem Einsatzauto für die AvD 100 Meilen. Im Porsche 997 GT3 Cup kam er schlussendlich noch auf Platz 11 und Platz 3 in der Klasse 10 – und das vom letzten Platz, da er mit diesem Auto nicht beim Qualifying angetreten ist. Wie ist doch die schöne Bezeichnung: Wenn man vom Pferd fällt, sollte man direkt wieder aufsteigen!

Rainer Noller mit starkem Auftritt: Wie schon beim zweiten Rennwochenende auf dem Hockenheimring, wechselten sich Hermann Wager und Noller im BMW M3 V8 ab. Noller fuhr Rennen 2 und konnte sich von Platz neun sofort bis auf Platz drei nach vorne fahren. Fast drei Runden lieferte er sich einen harten Kampf mit Jürgen Bender um den letzten Podestplatz. Der Porsche von Bender war aber letztlich überlegen. Und da auch Noller mit Intermediates antrat und es zum Schluss trocken wurde, musste er mit seinen Reifen aufpassen. Aber Platz vier und der Sieg in der Klasse 5 war ein toller Erfolg für den Piloten, der auch stark im Rallyesport unterwegs ist.

Zum ersten Mal in Oschersleben war die einzige Dame im Feld. „So richtig gut gefällt mir die Strecke hier aber nicht“, so Suzanne Weidt. Doch die Porsche 996 Cup-Pilotin war abermals sehr gut unterwegs. In ihren erst fünften und sechsten Rennen kam die Memmingerin auf Platz zwei und drei der Klasse 7.

Der größte Fan ist die Tochter. Immer wenn Jürgen Schlager im farbenfrohen Porsche 993 GT2 in der DMV TCC unterwegs ist, fiebert seine Tochter mit und hat auch die Startnummer 27 auf ihrem T-Shirt.

Wieder an zwei Tagen im Einsatz war Jessica.Die sympathische aber durchaus bunte Miss Superfast gehört zum festen Inventar der DMV TCC. Nach den Rennen übergab sie wieder die Pokale und war Blickfang auf dem Siegerpodium.

gesammelt von Ralph Monschauer -motorsport-xl.de

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