Vorfreude auf Most

Datum: 16. August 2011


6. DMV-TCC-Weekend - Fahrer blicken nach Most

Frank Schreiner - Tabellenführer

In Most gehe ich das Dritte mal an den Start. Die Strecke liegt mir eigentlich ganz gut. Problematisch ist natürlich der viele Dreck und die Flüssigkeit, den die Trucks auf die Strecke ablassen. Dadurch hat man sehr wenig Grip, das habe ich schon bei unserem ersten Truck Grand Prix auf dem Nürburgring gemerkt. Das wird nicht einfach! Mein Ziel ist wie beim letzten Lauf in Hockenheim ein zweiter und ein erster Platz in der Klasse.

Theo und Adrian hatten hinter uns einen "Logenplatz". Meine anderen Klassengegner kann ich dort schwer einschätzen, normalerweise müsste aber zumindest Jo Kreuer im Donky
in Most schnell sein. Ich hoffe gut zu punkten, denn ich möchte die Meisterschaftführung mit nach Dijon nehmen.

Jürgen Bender – der Challenger
Ich bin vor Jahren in Most gefahren, als die Streckenführung mir noch etwas problematisch schien. Ziel ist es dort anzukommen und gut zu punkten. Danach ist der Sieg in der Klasse mein nächstes Ziel und natürlich – dabei lächelt Jürgen Bender - das Podest im Gesamtklassement. Das Wetter ist mir eigentlich gleichgültig solange es kein Pokerspiel wird, denn dabei kann man sich auch gerne mal mit der Abstimmung verkalkulieren. Der härteste Gegner ist eigentlich der Jo Klüber. Seine Corvette hat auf der Geraden unheimlich Dampf. Man muss gegen Jo in dieser Saison sehr hart am Limit fahren um dies auszu-gleichen.

Christof Langer – der Routinier
Christof Langer sieht die DMV-TCC-Läufe entspannt. Ist das eventuell der Schlüssel zum Erfolg für den Heilbronner ? Platz 3 in der Meisterschaftstabelle unter 64 Fahrern in der Tabelle bei Halbzeit ist natürlich eine „Ansage“. Da geht noch mehr. Most kennen Christof und auch seine Crew perfekt. „Wir kennen uns da aus“, lacht er. Ob er besonders gerne bei Regen fährt, speziell dort mit den gefürchteten Wasserbächen – ich bin mir nicht so sicher. Christof kann es auf alle Fälle. Die Frage nach den schärften Klassengegner ist klar. Tobias Paul sollte das unter normalen Umständen sein. Den sah ich dort vor Jahren mit Pierre von Mentlen (CH) bei sintflutartigen Regenfällen kurz vor dem Start über das Wasser fliegen – Wie sagte der Streckensprecher damals so treffend „Der Tobias muss einen Bootsführerschein haben, so wie der übers Wasser geht“.

Jürg Aeberhard (CH) – bislang Siegerkönig 011
Bin jetzt gerade aus den Ferien zurück. Ich war eine Woche weg. Denke in Most wird
der stärkste Gegner die Vulkan Viper sein, falls sie dort am Start sein wird. Ich war
schon öfters in Most und das Wetter spielt bei mir auch dort keine Rolle, Hauptsache
es ist für alle gleich!

Albert Kierdorf - der Frontmann
„Albert, bist Du Most schon gefahren“? „Ja, ein Rennen“. Und welches Ziel hast Du für die den 11. und 12. DMV-TCC-Meisterschaftslauf dort“? „Um den Sieg mitkämpfen zu können“. Eine klare knappe, aber sehr präzise Antwort des Mannes der im vergangene Jahr gleich 4 DMV-TVV-Meisterschaftsrennen gewann. Albert Kierdorf wünscht sich und seinem feuer-roten Porsche RSR Turbo trockene Bahn. Auch dass eine klare Ansage des Reichhofers Frontmannes der Heavy-Power-Band von Promoter Gerd Hoffmann. Auf die Frage nach seinem härtesten Gegner meint Albert Kierdorf trocken, “Ich selber - ich will näher an die Kollegen Jürg Aeberhard im Porsche GT2 und an die beiden Vulkan-Mintgen-Motorsport-Kollegen Sascha Bert und Heiko Hammel heran fahren. Sein Porsche RSR ist bereit für Most. Das Getriebeproblem von Hockenheim ist aussortiert. Albert Kierdorf ist also bereit für die Rennschlacht in 2 Akten im Nachbarland.

Adrian Maeder (CH) – Gegner des Tabellenführers
In Most bin ich bis jetzt nicht gefahren. Es ist für mich also eine neue Herausforderung dort. Die Gegner die diese Strecke kennen, haben also einen gewissen Vorteil im Kampf um den Klassensieg dort. Most ist wie gesagt für mich das erste Mal in Tschechien. Mal sehen wie es geht. Die Strecke soll es ja in sich haben. Ich lasse mich überraschen. Natürlich wäre es mir recht wenn es nicht regnen würde. Debüt, und dann im Regen, das muss nicht sein. Die üblichen Verdächtigen als Gegner werden dort sicher schnell sein. Aber am Ende wird zusammen gezählt. Das Treppchen ist mein Ziel. Und der oberste Platz verspricht die beste Höhenluft. Wie immer eben im Sport lacht er.

Reichel & Reichel – ganz vorne dabei
Wir sind das letzte Mal vor drei Jahren in Most mit dem Clio V6 gefahren. Damals hat es im Regen sogar einen guten Klassenplatz gegeben. Heute freuen wir uns mit dem 996 GT3 das erste Mal in Most dabei zu sein. Natürlich wäre es schön wenn wir wieder ein Treppchen erreichen können und den Platz 4 in der Tabelle halten. Da wir trocken auch lieber fahren wie nass, lassen wir uns einfach überraschen was da so alles auf und zu kommt. Mit unserem Original GT3 Bj.2000 haben wir es einfach nicht so leicht mitzuhalten. Wir wünschen uns dass alle gut drauf sind und wir alle Spaß haben.

Udo Zink – Glückwunsch zum Nachwuchs
Most bin ich schon mal gefahren, ja. Da ich dieses Jahr nicht um die Meisterschaft fahre, ist mein Hauptziel „gaaaaaanz viel Spaß haben“ und am besten dort nichts kaputt machen. Da ich ja aufgrund meines Nachwuchs nur sehr wenig fahre, steht die Freude Rennen zu fahren einfach an oberster Stelle. Trockene Bahn ist auf der einen Seite sehr gut, da man die anderen Fahrer ein bisschen besser einschätzen kann und meine Jungs an der Boxenmauer müssen nicht im Regen stehen und womöglich frieren. Aber ich selber fahre unheimlich gerne im Regen. Das Spiel mit dem Gas und der permanente Ritt auf der Kanonenkugel sind zwar anstrengend, aber es macht mir richtig Laune. Da musst Du halt nicht einfach nur Gas geben und die Leistung deiner Büchse abrufen um schnell zu sein, sondern auch ein bisschen den Popometer einschalten. Die Gegner Christof, Lars, Tobias, Werner usw. werden mir keine Verschnaufpausen gönnen. Udo scheint bereits voller Tatendrang was Most betrifft.

Tobias Paul – Heimrennen Most
Wenn bei Tobias alles gut sortiert ist und keine Probleme auftreten dürfte er in Most wirklich was bewegen. Wer ihn dort im BMW vor Jahren im Regen förmlich über das Wasser gehen sag – boaaaahhh – unglaublich. Jetzt, durch sein eigenes Tourenwagenprogramm und die Kartsaison des Juniors doppelt gefordert, ist meist sehr viel Stress angesagt. Lassen wir uns von dem Mann der in Hockenheim auf die Frage nach Most vielsagend lächelte, über-raschen. „Der Mann der lächelte“ – Most wird es zeigen.

Michael Hofmann – Toyota Turbo Treter
Ich bin letztes Jahr drei Rennen in Most gefahren. Einmal in der DMV-TCC und zwei Mal in der Tschechischen GT-Serie auf Ferrari 430 GT. Most wird uns mit dem Toyota Turbo besser liegen wie Hockenheim. Die Strecke ist für mich etwas prickelnder wie Hockenheim.
Wenn es nur leicht regnet ist es in Most kein Problem. Bei starkem Regen gibt es 3 Wasserrinnen. Das führt oft sehr schnell zu Abflügen. Gegner gibt es eigentlich keinen in unserer Klasse…wenn…. – Michael hat in Hockeneheim mächtig hin gelangt. MH und GL wollen beide in Most was bewegen…

Jo Kreuer – wieder im Donkervoort
Most - lass mal überlegen. Bin ich schon vor Jahren gefahren. Die Piste mag ich. Hab Dir in der vergangenen Woche sogar meine Zeiten aus dem Vorjahr geschickt, oder? Frank Schreiner war da nur um Tausendenstel schneller. Ist eine Donki-Strecke. Härtester Gegner Gerd Ludwig, Frank Schreiner. Ziel Treppchen, soweit wie möglich oben. Der Schweizer Kollege Adrian Maeder kommt, kennt die Strecke aber noch nicht. Ein Vorteil für mich? Die Melkus-Leute haben in dieser Saison noch Entwicklungsarbeit vor sich. Das erwarte ich auch dort. Trocken will ich‘s haben! Der Jens, mein Teamchef liebt es nass, insbesondere nach der "Klatsche" in Hockenheim.

Sepp Melkus – Projektleiter und Fahrer
"Ja Most ist eine meiner Lieblingsstecken. Da sich die Strecke nur knapp eine Stunde von Dresden entfernt befindet, ist es dieses Jahr sozusagen unser Heimrennen. Ich kenne die Strecke noch mit dem schnellen Linksbogen nach Start und Ziel, das war eine Passage in der man sehr viel Mut haben musste. Mit der Schikane ist das deutlich entschärft und damit auch sicherer geworden. Ich habe gute und schlechte Erinnerungen an Most. Zu den schlechten gehört ein Unfall mit einem Formel Junior Rennwagen, bei dem ich ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt. Zu den guten Erinnerungen gehört, dass ich bei Testfahrten im Formel BMW ADAC schneller war als Martin T. im gleichen Auto. Das hat mich damals schon ein wenig stolz gemacht. Unser Ziel von Melkus ist es immer das Auto weiter zu entwickeln. Wir wollen Erfahrungen sammeln, die uns auch bei den Straßensportwagen weiter helfen. Natürlich wollen wir auch schneller werden, um die Wettbewerber in unserer Klasse schlagen zu könne. Dafür sehe ich noch sehr viel Potential". Regen oder trockene Strecke ist Sepp egal. Und die Gegner. „Die sind alle stark", so Sepp Melkus. Er versucht den geringeren Hubraum durch konsequente Weiterentwicklung und über Leichtbau die Porschekollegen nieder ringen zu kann

Markus Huggler (CH) – auch im neuen Auto schnell
Ich bin noch nie in Most gefahren, daher freue ich mich auf die neue Herausforderung. Ich möchte lieber trocken fahren statt im Regen. Es ist eine neue Strecke für mich. Starker Abflussrinnsale bei Regen über die Strecke, das wäre nicht optimal für mich, da ich dort noch keine Erfahrung habe. In Most fährt wieder der Michael Meyer auf einem BMW E90 WTCC mit. Dort ist seine Heimstrecke. Ich glaube, dass der Michael auf dieser Strecke nicht zu schlagen ist. Aber ich freue mich auf dieses Weekend und auf den Michael, auch wenn es von mir zu Hause eine richtige Weltreise ist.

Peter Schaub – im Aufwind
Nein, Most bin ich noch nicht gefahren. In Most bin ich damals abgesoffen. 2007. Legendär. Bei Unwetter direkt in der Warm-up-Lap, als wir alle über die Piste geschwommen sind. Die Ansaugöffnung lagen damals noch direkt hinter der Stoßstange. Der Polo hat ‘nen kräftigen Schluck Wasser genommen und das war es dann. So oder so: Regen braucht keiner. Meine Meinung. Most ist für mich ein Kurs, bei dem du nicht die dicken PS brauchst, weil die Pace in den Kurven gemacht wird. Insofern gelten da andere Regeln, als beispielsweise in Hockenheim. Ich denke der Markus wird in der Klasse wieder allen zeigen, wie der Hase läuft, es sein denn, die Dänen Marrill und Poulsen sind dabei. Die könnten, glaube ich, unserem Primus sportliche Parolibieten. Oder vielleicht der Manfred. Ansonsten werden der Harald, der Lothar und ich je nach Form und Auto die Reihenfolge offen halten. Ich selbst muss dringend an meiner Grund-Speed arbeiten. Sollte mir das gelingen, kann ich vielleicht über’s Treppchen nachdenken. Freuen würde ich mich persönlich, wenn ich mal über eine Renndistanz in Schlagweite zum Jens (Smollich) bleiben könnte.

Text: HTS
Fotos: MMM

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