Vater-Sohn-Duo erfolgreich in der DMV TCC

Datum: 9. September 2013
Das Vater-Sohn-Duo Ruedi Jost und Ronny Jost geht in dieser Saison in der Internationalen DMV TCC an den Start. In zwei Seat Leon MK2 kämpfen sie um Meisterschaftspunkte und Podestplätze. Motorsport XL traf sich mit den Piloten zu einem Interview.

Seit wie vielen Jahren seid ihr im Motorsport aktiv und wie begann alles?

Ronny: „Als Team kämpfen wir im Seat nun seit drei Jahren. Vor meiner Karriere im Auto war ich auf zwei Rädern unterwegs.“

Ruedi: „Ich bin von 1987 bis 1995 in einem Markenpokal an den Start gegangen. Anfang der Saison 2013 feierte ich mein Comeback zusammen mit Ronny in der DMV TCC.“

Wieso geht ihr gerade im Seat an den Start?
Ruedi: „ Wir haben eine eigene Tuningfirma für Audi, VW, Skoda, Bentley, Porsche und Seat. Das Auto konnten wir also selber vorbereiten. Der Seat Leon MK2 ist ein dynamisches Auto, mit dem man auf der Rennstrecke viel Spaß hat.“

Was reizt euch an der Internationalen DMV TCC?
Ronny: „ Ich möchte die DMV TCC als Übergang für einen Markenpokal nutzen. Es ist ein hervorragendes Training, sich mit einem schwächeren Auto gegen stärkere Gegner zu behaupten.“

Ruedi: „ Ein weiterer Punkt, der für die DMV TCC spricht, ist das große Starterfeld mit vielen tollen Fahrzeugen. Dank des ausgeklügelten Punktesystems haben wir, trotz stärkerer Gegner, auch eine Chance auf ein gutes Meisterschaftsergebnis.“

Wie bewertet ihr eure Konkurrenz in der Serie?
Ronny: „Unsere Konkurrenten sind mit PS-starken Autos ausgestattet, dennoch bietet der Seat einige Vorteile. In einigen Kurven sind wir genau so schnell wie unsere Gegner, in anderen Kurven können wir sogar an ihnen vorbeiziehen. Dabei hat der Seat Leon MK2 nur rund 330 PS. Es macht großen Spaß, seine Gegner mit einem schwächeren Auto in Schach zu halten.“

Ruedi: „ Dazu muss man sagen, dass der Seat keinerlei Fahrhilfen hat. Die Fahrzeuge unserer Gegner sind mit ABS und anderen Hilfssystemen ausgestattet.“

Ihr beide seit erfahrene Rennfahrer, die immer wieder ihr Potential unter Beweis stellen. Gibt es dennoch Punkte, in denen ihr voneinander lernen könnt?
Ruedi: „Ronny ist fahrerisch an einem Punkt, an dem ich ihm nichts mehr beibringen kann. Dennoch profitieren wir innerhalb unseres Teams voneinander.“

Ronny: „Genau. Wir ergänzen uns. Wir werten zusammen die Daten aus und können so beide Fahrzeuge perfekt abstimmen.“

Vielen Dank für das Interview und noch alles Gute in eurer Karriere.

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