Sieg für Jürgen Bender beim Saisonstart

Datum: 18. April 2015
Mit einem Sieg für Jürgen Bender endete der 1. Lauf des DMV GT und Touring Car Cup in Hockenheim. Fast schon sensationell Zweiter wurde Coach McKansy vor einem furios fahrenden Antonin Herbeck.

Bei besten Bedingungen und strahlendem Sonnenschein ging ein mächtiges GT- und Tourenwagenfeld an den Start auf den GP-Kurs der badischen Rennstrecke. Am Ende durfte sich Jürgen Bender zu recht als Sieger auf dem Podest bejubeln lassen. Doch davor gab es noch richtig was zu tun für den Corvette-Piloten.

Gleich beim Start meinte man Fritz K. hätte eine Rakete. Mitten durch den Pole-Sitter Bender und dem zweitschnellsten von Q1, Heinz-Bert Wolters, schoss er auf Platz 1. In den ersten Runden konnte sich Fritz K. an der Spitze halten, wurde aber verfolgt von Wolters und Bender, die nah dranblieben. Zu dieser Zeit war Pertti Kuismanen schon mit einem technischen Defekt an der Box und musste alle Hoffnungen auf einen Spitzenplatz begraben.

Kurz danach war auch die Reise für Heinz-Bert Wolters zu Ende. Mit Problemen der Benzinpumpe war auch für ihn an keine Top-Platzierung mehr zu denken. Der Porsche-Pilot ging aber danach wieder auf die Strecke, um sein Auto zu testen und schon für Rennen 2 vorzubereiten.

Positiv entwickelte sich das Rennen für Dennis Waszek. Da er im Zeittraining nicht antreten konnte, musste er vom letzten Platz starten. Mitte des Rennen lag er in den Top Ten. Zwischenzeitlich fuhr er sogar die absolut schnellste Rundenzeit, um dann auf Platz fünf liegend in der letzten Runden auszufallen. "Leider sollte es nicht sein. Es lief alles sehr gut, doch dann ging das Auto einfach aus und in Rennen 2 konnten wir auch nicht mehr starten", so der Ferrari-Pilot.

An der Spitze gab es Mitte des Rennens einen Führungswechsel. Fritz K. wurde langsamer, da er unverschuldet in eine Kollision verwickelt wurde. Dies nutzte Jürgen Bender aus und ließ sich den Platz an der Sonne nicht mehr nehmen. Am Ende gewann er vor Coach McKansy, der sein bestes Ergebnis einfuhr. Der Schützling von Hari Prozcyk hatte über den Winter seine Hausaufgaben gemacht. Dritter wurde Antonin Herbeck im Pagani Zonda. Auf Rang vier kämpfte sich Jack Crow im Ford GT GT3 von RS Tuning vor. Dahinter ein stark fahrender Jürgen Becker (Porsche 997 RSR) vor Pepe Massot, der beim Team 75 Bernhard den Porsche 991 GT3 Cup für den Porsche Carrera Cup testete. Er gewann auch die Klasse 7a. Markus Alber (Porsche 997 GT3) und Dietmar Haggenmüller (Audi R8 LMS ultra) folgen auf den Plätzen sieben und acht. Ein klasse Rennen fuhr Hermann Wager im BMW Alpina B6 GT3. Nachdem sein Fahrzeug im Zeittraining nicht antreten konnte, musste er auch von hinten starten und fuhr bis auf Platz neun vor. Die Top Ten komplettierte Alois Rieder im Porsche 997 GT2.

Aber nicht nur das Gesamtklassement war hart umkämpft - auch die Klassen. Frank Kunze (Porsche 997 GT3 Cup) holte sich den Sieg in der Klasse 7b vor einem absolut starken Daniel Vogt (Porsche 997 GT3 Cup), der von HP Racing eingesetzt wurde. Toller Dritter wurde der Youngster Christopher Friedrich im Porsche 997 GT3 Cup. Die Klasse 5 gewann Niklas Frers im Artega GT. Die Klasse 9 war sichere Beute von Ulrich Becker, der vor Markus Alber und Alois Rieder siegte.

Stimmen:
Jürgen Bender:
"Am Start ging Fritz K. an mir und Wolters vorbei. Aber ich wusste, das ich bei meinen Reifen gut vorbereitet war. Meine Bestzeit konnte ich im Windschatten von Fritz K. erzielen. In der 7. Runde bin ich innen an der Schikane durchgegangen. Das war ein schöner und fairen Zweikampf. In der Folge schonte ich meine Reifen und das war gut so, da ich gemerkt hatte, das sie langsam nachließen."

Dennis Waszek: "Mein Auto ist einfach ausgegangen. Ich war sehr schnell unterwegs aber auf den Geraden waren die Porsche schneller als ich. In den Kurven ging ich aber vorbei. Vom letzten Platz war ich schon Fünfter - so war der Ausfall natürlich bitter."

Hermann Wager: "AlsDrittletzter auf einen Top Ten-Platz war sehr gut. Ich war schon achter, habe aber das Geburtstagskind von gestern die Durchfahrt gewährt. Nein, im Ernst, Dietmar Haggenmüller war schneller aber mit P9 kann ich sehr gut leben. Mein Start war gut und es war ein weiter Weg nach vorne. In den ersten Runden habe ich mich aus allem rausgehalten. Die Cup-Porsche hatten vor mir ordentliche Kämpfe und ich hatte die beste Sicht. Aber es war immer fair."

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