Karl Wendlinger schwimmt zur Pole

Datum: 17. Juni 2016
Der Nürburgring ist für seine Wetterkapriolen bekannt. Beim zweiten Qualifying des DMV GTC setzte sich der ehemalige F1-Profi gegen die komplette Konkurrenz durch, indem er das richtige Näschen bewies. Fabian Plentz blieb diesmal nur der zweite Rang vor Antonin Herbeck im Pagani Zonda.

Zu Beginn des Qualifyings war es noch leicht feucht und die Strecke schien abzutrocknen. Nahezu alle Teams standen auf Slicks bereit. Kaum war die Boxenampel auf grün umgesprungen und alle Autos aus der Box gefahren, öffnete der Himmel alle möglichen Schleusen und setzte den Grand-Prix-Kurs in der Eifel komplett unter Wasser.

Lediglich Egon Allgäuer konnte draußen bleiben und erste schnelle Runden drehen, weil er auf Regenreifen unterwegs war. Alle anderen drängelten sich in der Box zum Reifenwechsel. Nach hektischen Minuten in der Boxengasse war es Fabian Plentz, der bei wieder etwas leichterem Regen eine sehr gute Bestzeit fuhr. Da es kurz darauf schon wieder schüttete, beendete der Pilot von HCB Rutronik Racing sein Qualifying. Mit einer noch besseren Zeit rechnete er nicht mehr.

Doch in der Eifel sollte man sich nie auf das Wetter verlassen. In den letzten Minuten wurde es erneut trockener und Karl Wendlinger im Mercedes SLS AMG GT3 von Car Collection schenkte Plentz über zwei Sekunden ein. Für eine Reaktion seitens des Audis Pilots war es zu spät. Dabei hatte Wendlinger sogar überlegt, auch schon an die Box zu fahren, da der Regen sich nicht abzuschwächen schien. Doch der Markenbotschafter von Mercedes AMG entschied sich dafür, draußen zu bleiben - es sollte genau die richtige Entscheidung sein. Dahinter konnte Antonin Herbeck im Pagani Zonda glänzen und sich Startplatz 3 sichern. Rang vier ging an Benny Hey im GT3-Porsche.

Bester Cup-Porsche war erneut der Bolide vom Krumbach Motorsport mit Christopher Friedrich an Bord. Er wurde bei den extrem schwierigen Bedingungen fünfter im Gesamtklassement.

Stimmen der Fahrer:

Karl Wendlinger: "Als es immer mehr regnete habe ich mir gedacht: bevor ich jetzt in der Box warte, kann ich auch hier draußen abwarten und dann ist es ja auch wieder besser geworden."

Egon Allgäuer: "Eigentlich wollte ich nur zwei Runden auf alten Regenreifen rumrollen und dann auf Slicks wechseln. Doch als der Regen dann so stark wurde, bin ich draußen geblieben, aber nach ein paar Runden waren die alten Regenreifen nicht mehr gut."

Christopher Friedrich: "Wir hatten sehr schelchte Sicht und viel Wasser auf der Strecke. In jeder Kruve hatte ich Aquaplaning, aber am Ende hat ja alles gepasst."

Alle Ergebnisse gibt es hier.

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