Stimmen nach Dijon

Datum: 15. September 2011
Stimmen nach Dijon

Martin Berrang war vor Ort!



Harald Tänzler:

Die Strecke hier in Dijon war absolutes Neuland für mich, ich habe mich über das ganze Wochenende ranarbeiten müssen. Das war somit ein Lernwochenende gewesen. Es ging von den Zeiten her aber immer besser und das letzte Rennen hat mir dann einen riesigen Spaß gemacht. Es waren richtig gute Bedingungen und es war warm gewesen, was mir einfach besser liegt.

Chris Vogler:

Unser Auto ist auch im zweiten Rennen heute sehr gut gelaufen. Vom Potential und vom Niveau ist unser Auto jetzt wesentlich besser, als zu Beginn des Jahres. Die Leistung des Autos fällt nicht mehr ab und das Grip-Niveau ist deutlich besser geworden. Mit dem Audi-Motor ist unser Auto jetzt auf einem ganz anderen Level. Wir sind über zwei Sekunden schneller, als mit dem Toyota-Motor. Wir haben uns vom Hinterbänkler-Team ins Mittelfeld vorgearbeitet. Die Richtung stimmt also und wir werden auch so weiter machen.

Gerhard Ludwig:

Wir sind mit unserer Reparatur leider nicht ganz fertig geworden. Der Unterboden und vor allem der Diffuser haben mir doch schon gefehlt. Das Auto war viel schwer zu fahren. Es lief zunächst sogar gut, doch am Ende hat mir schon wieder der Vortrieb gefehlt. Ich bin dann in der Boxeneinfahrt ausgerollt. Ob es wieder die Antriebswelle oder vielleicht auch das Getriebe war, müssen wir noch abklären.

Peter Schaub:

Mein erster Lauf war soweit ganz brauchbar, wenn auch auf halber Flamme, weil sich das Feld doch recht schnell sortiert hat. Im zweiten Rennen war mein Auto ab der vierten Runde nicht mehr fahrbar, weil ich massive Reifenprobleme hatte. Ich fahre nicht so gerne bei Hitze und habe jetzt ein Mittel gefunden, wie ich das in den Griff kriege: ich habe mir einfach meine Unterwäsche nass gemacht und hatte so gut eine Viertelstunde eine vernünftige Kühlung.

Alain Bürgin:

Es waren zwei tolle Rennen für mich. Ich fuhr zum ersten Mal auf einem Ferrari. Der zweite lauf hat zwar mehr Spaß gemacht, doch für mich als Schweizer war der Nebel heute früh kein Problem, wir kennen die Strecke hier in Dijon ja in und auswendig. Normalerweise fahre ich den Schweizer Porsche Cup und wollte einfach mal und so just for Fun einen Ferrari ausprobieren. Vergleichen kann man die beiden Konzepte allerdings überhaupt nicht. Der Ferrari hat zwar keine Flügel, wie mein Porsche, liegt allerdings doch sehr, sehr gut. Das Fahren ist aber vollkommen anders. Ob und wie es für mich hier in der Serie weiter geht muss sich noch zeigen, auf alle Fälle hat es mir sehr gut gefallen.

Lars Pergande:

Eigentlich war es heute gar nicht so schlecht. Im ersten Lauf hing ich am Start etwas fest und der Christof Langer konnte sich mit seiner Mehrleistung auf der Gerade etwas absetzten. Im zweiten Rennen lief es zunächst ganz gut, ich war auch recht schnell unterwegs, doch dann bin ich einfach stehen geblieben, das Auto hat nur kurz geruckelt. Wir vermuten ein Elektrik-Schaden. Mir liegt diese Strecke hier nicht, ich hatte auch immer wieder Schwierigkeiten mit meinen Reifen. Diesmal haben wir ein gutes Setup hingekriegt und ich war konstant in den Zeiten. Somit bin ich Durchschlag doch zufrieden mit diesem Rennen.

Heinz Roth:

Ich fuhr den ersten Lauf mit gebrauchten Reifen und hatte leider einen sehr schlechten Grip. Es lief soweit aber ganz gut, bis mir zwei Runden vor Schluss das Trägerrad der Elektronik gebrochen ist. Das ist ein magnetisches Zahnrad, das die Impulse für die Zündung steuert. Es waren drei Zähne weggeflogen. Bevor ich das herausgefunden habe, musste ich aber erst über eine halbe Stunde auf Fehlersuche gehen. Normalerweise habe ich so ein Rad dabei, doch heute, wo ich wirklich eines gebraucht hätte natürlich nicht. Mit dem Schweißgerät von Gerhard Ludwig habe ich den abgebrochenen Teil dann wieder fixiert und die Zähne rekonstruiert und nachgefeilt. Das hat im zweiten Rennen dann auch wirklich super funktioniert, doch zur Rennmitte ist mir das Teil schon wieder gebrochen und ich musste wieder vorzeitig aufhören.

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