Rückblick von HTS zum Nürburgring

Datum: 3. Juli 2011
DMV-TCC-Serienvater und Promoter Gerd Hoffmann dürfte sehr zufrieden sein. Nicht nur immer stärkere GT’s sondern seit einiger Zeit auch vermehrt junge Fahrertalente sind es, die DMV TCC-Geschichte entscheiden mit gestalten.

Auf dieser neuen Linie bewegte sich am Ring auch die heimische Dodge-Viper-Crew um Manager „Manni“ Sattler. Vulkan-Team-Mintgen aus der Eifel machte eine Woche vor dem dortigen nächsten GT-Einsatz eine Art Generalprobe auf der Strecke. Man setzte den GT3 zum finalen Check ein. Und das, obwohl man wusste dadurch mit geringerer Leistung ev. den Kampf um den Gesamtsieg zu verspielen. Vulkan-Manager Manfred Sattler, „Wir haben hier mit der GT3-Viper alles durchgespielt. Das machten die Novidem-Swissracing-Audi-Crew und einige befreundete Ferrari-Teams hier auch bereits mit Erfolg. Die DMV-TCC ist nun mal eine sehr heiß umkämpfte Serie. Alles passt heute im Übrigen für uns so weit sehr gut“, so Sattler danach, lachte und ging. Man hatte in den freien und Zeittrainingsläufen sowie bei den beiden Rennen technische Probleme entdecken und beheben können. „Der verlängerte Zeitplan in der Serie passt dazu auch super“, so Sattler der ja selber ein Routinier am Volant ist. Die DMV-TCC-Serie von ausgetragen von UHSport bietet nicht nur den Racefans etwas Besonderes. Bis zu 50 Starter sorgen dabei für Spannung über die volle Renndistanz. Teams schätzen die Serie weil verschiedene Schwierigkeitsgrade gemeistert werden müssen, um bei den Rennen dort am Ende auch erfolgreich sein zu können. Die Viper-Crew führt die DMV-TCC-Tabelle knapp an. Gespielt wurde später aber die Schweizer Nationalhymne. In den beiden DMV-TCC-Rennen schaffte Jürg Aeberhard (CH) was er im Visier hatte. Pole, Sieg und schnellste Runde. Aber Albert Kierdorf (D) hat beim ersten Start die Nase mit viel Dampf an der Hinterachse in der ersten Kurve vorne. Dahinter die Vulkan-Mintgen-Viper mit Shootingstar Heiko Hammel am Steuer. Jürg Aeberhard siegte ungefährdet vor der GT3-Viper und dem von hinten ebenfalls ungefährdeten Albert Kierdorf. Dahinter die hart fightenden Verfolger Andy Iburg, Jo Klüber und Jürgen Bender. In den Klassen wusste besonders der Schweizer Marcus Huggler zu gefallen. Der junge Papa hatte den auch seinen neugeborenen Sohn erstmals bei einem Rennwochenende mit in der Trage auf dem Treppchen. Na, das beginnt ja richtig. Noch kein Kart in der Werkstatt und schon mit dem Papa auf dem Treppchen – dabei fällt mir spontan der Ausspruch des „ewigen Schelms“ Stefan Bellof ein. Auf die Frage wann er erstmal bei einem Bergrennen seines Vaters mit dabei gewesen sei kam die Antwort, „boooaaah ganz früh, mich haben sie schon auf der Motorhaube gepempert“, und lachte schallend…

Einer musste früh aussteigen. Peter Schaub. Der Mann im gelben Overall bekam gleich in der ersten Ecke einen Schuss von Patrick Hes. Beiden stand ein Rad quer. Aus für Schaub und nach Wechsel des Hinterachsträgers doch noch ein weiterer Start für den Mann aus Prag. Auch Lothar Moll kam frühzeitig an die Box. „Die Probleme die wir am Motor haben scheinen aber nun erkannt und kurzfristig abstellbar zu sein“, so der Mann im roten Overall. Mittlerweile verteidigten die ersten 4 ihre Positionen. Jürgen Bender, der 5. im Porsche GT3 rang nach zähem Start couragiert Gegner um Gegner nieder. Die Abstände zwischen den Verfolgern Bender, Chranzowski, Noller, Hertner, Adamski und Martin ließen noch auf Atacken hoffen. Aber als die Überrundungen für die Frontrunner begannen, ließen die Überholmanöver der direkten Gegner nach. Verkehr am Ring hier in der Eifel– keine leichte Sache, so ein Fahrer – aber meine Namen lässt Du weg – versprochen, gemacht. In der Klasse 2 setzte sich Marcus Huggler (CH). Manfred Lewe, erstmals nach gesundheitlicher Pause wieder dabei, setzte sich gegen Harald Tänzler durch. Das 2. Treppchen nach Hockenheim für den Melkus-Neueinsteiger hier am Ring. In der Klasse 4 war es Lars Pergande der den bis dahin Meisterschaftsdritten bezwingen konnte. Chris Langer hielt sich Pergande-Fahrer Jo Kreuer vom Hals. „War schön mal einen M3 zu Probieren“, so Kreuer. Jo‘s Donkervoort wird für Oschersleben wieder fertig sein. Gerhard Ludwig ließ seinen Toyota GT MR2 ordentlich fliegen. Renningenieur Meder wieselte profilike um den Wagen. Die Crew scheint entscheidende Fortschritte geschafft zu haben. Frank Schreiner und Adrian Maeder liefen dahinter ein. Zufrieden äußerte sich GT-Hersteller Sepp Melkus. An dem neuen RS 2000 funktionierte alles klaglos. Nun will man an die Abstimmung des Turbo-Boliden ran.

Klasse 8 wurde zur sicheren Beute für Dominic Fuchs. Peter Schepperheyn und Theo Herlitschka fuhren mit aufs Treppchen. Klasse 9 wurde fast zur Team Highspeed-Sache. Noller knapp vor Procar-Champion Hertner und dann der Sportwagenschmiede-pilot Martin im neuen Modell des Teams. Die GT3-Klasse 10 bot interessante Autos am Start. Ob die bullige V8-BMW, die V10 8,4L Viper vorne, die Callaway-Corvette, der Ferrari 458 oder die Porschemodelle von Bender und Chrzanowski, alles Autos die sehr viele Fans begeistern. Hammel vor Bender und Chrzanowski hieß es auf dem Treppchen. Die große Hubraumklasse wurde zur sicheren Beute für Jürg Aeberhard. Der junge Mann musste, so hatte es den Anschein, hier am Ring nicht volles Risiko gehen. „Wenn‘s mal läuft…“, man kennt den Spruch ja. Mit auf dem Treppchen landeten Albert Kierdorf und Andy Iburg. Jürg Aeberhard hat bislang 3 Siege in der Saison auf dem Konto. 2 Erfolge gingen an Profi Sascha Bert und einer an „den Neuen“, an Heiko Hammel. Aber das dürfte wohl nicht der einzige für den Forchtenberger in der Serie bleiben,
Text: HTS.

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