Im Oscherslebener Regen gewinnt Jürg Aeberhard Rennen 1

Datum: 7. Juli 2012
Jürg Aeberhard gewinnt den 7. Lauf der DMV TCC in Oschersleben. Bei regnerischem Wetter kam Jürgen Bender vor Josef Klüber auf Platz zwei.

Es war ein sehr turbulentes Rennen auf der 3,696 Kilometer langen Strecke in der Motorsportarena Oschersleben. Nachdem der Start bei trockenen Bedingungen freigegeben wurde, kam es schon wenige Sekunden später zu einer heftigen Kollision zwischen Thomas Langer und Harald Schlotter.

Thomas Langer: „Ich kam mit Überschuss auf die Start-Ziel-Gerade und sah, dass vor mir jemand nicht so gut weggekommen ist. Dann bin ich nach links ausgewichen und kam auf den Curb und in dieser Folge auf den Rasen. Danach drehte ich mich sofort in das Feld.“

Gottseidank kamen zunächst alle Fahrzeuge vorbei, doch der gelbe Porsche von Langer drehte sich rückwärts auf die Strecke zurück. Harald Schlotter konnte im Porsche 997 GT3 Cup nicht mehr ausweichen und und wurde vom rückwärtsfahrenden gelben Highspeed-Porsche getroffen. Beide blieben waidwund auf der Wiese im Start-Ziel-Bereich stehen. Die Fahrer konnten sich sofort in Sicherheit bringen und außer einer kleinen Rippenprellung bei Schlotter gab es keine Probleme.

Das Feld wurde sofort eingebremst und Rennleiter Heinz Weber entschied sich zu einem Neustart.

Den Restart gewann Polesitter Jürg Aeberhard problemlos und setzte sich in den nächsten Runden immer weiter ab. Dahinter folgten schon die beiden Corvette von Klüber und Beisel. Der KTM X-BOW, der eigentlich auf Startplatz zwei stehen sollte, musste schon am Vortag die Heimreise antreten, da es ein technisches Problem beim Turbolader gab (siehe Extra-Bericht).

Während Aeberhard mit dem Porsche 997 GT3 R vorne seinem nächsten Sieg entgegenfuhr, gab es im weiteren Verlauf des Rennens große Spannung auf den weiteren Plätzen und um die Klassensiege. Hintergrund war plötzlich einsetzender Regen, der die meisten Teams überraschte.

Den ersten Ausritt hatte Gerd Beisel: „Ich kam einfach zu schnell in die 180° Kurve. Meine Reifen waren schon warm und die Strecke noch nicht ganz nass. Ich hatte gehofft, ich würde es schaffen. Aber es war nicht so!“

Somit hatte Josef Klüber zunächst etwas Platz nach hinten. Doch von dort drängte ex-Meister Jürgen Bender immer heftiger nach vorne. „Wir hatten ein wenig im Vorfeld riskiert. Entweder oder! Mit dem Porsche 997 GT3 R habe ich im Trockenen keine Chance gegen die Corvette, also haben wir das Fahrwerk anderes eingestellt und ganz ganz weiche Reifen aufgezogen. Michelin meinte, das würde so nicht funktionieren! Ich war mir aber sicher, dass es gehen würde!“ Und der Neckarsulmer sollte recht behalten. Zum einen lag das Auto wie auf Schienen und zum anderen machte die Qualität von Bender den Rest. Am Ende der 16 Runden lag er somit auf Platz zwei und durfte sich über seinen Coup freuen.

Der Drittplatzierte Josef Klüber war am Ende froh, seinen Platz verteidigen zu können: „Das war schon sehr glatt und die Corvette ist bei diesem Wetter mit Slicks sehr schwer zu bewegen. Gegen Bender hatte ich keine Chancen und freue mich über meine Podiumsplatzierung.“

Vierter wurde Jörgen Hansen, der sich auch Platz 1 in der Klasse 5 vor dem Meisterschaftsführenden Maximilian Stein sicherte. „Ich bin diesmal sehr taktisch gefahren und wollte vor allem Punkte sammeln. Jörgen ist mir in der Meisterschaft nicht gefährlich und ich konnte ihn ziehen lassen. So kann man das bei einem Rennen mal machen aber öfters möchte ich das auch nicht. Heute war bei diesen Bedingungen nur wichtig, nix zu riskieren!“

Richtig gefreut hatte sich André Krumbach im Porsche 996 GT3. „Von mir aus, hätten wir noch stundenlang fahren können“, so der Sechste des Rennens. „Das war einfach super“, erklärte der Sieger der Klasse 7.

Die Top Ten komplettierten Gerhard Ludwig (Toyota MR2 T) vor Rang acht von Markus Alber (Porsche 997 GT3 Cup) Martin Dechent (Porsche 997 GT3 Cup) bzw. Roland Poulsen (Porsche 997 GT3 Cup). In den Klasse waren Alber, Dechent und Poulsen jeweils Sieger. Und auch Charlie Geipel gewann im Toyota AURIS S2000 die Klasse 2: „Ich habe im Auris keine Fahrhilfen. Das war schon nicht so einfach. Aber es war auch nicht schlimm.“

Rennen 2 wird am Samstag, ab 13.50 Uhr ausgetragen. Momentan regnet es noch in Strömen. Und wie es aussieht hört es auch nicht so schnell auf... :-)

(Text: Ralph Monschauer - motorsport-xl.de)

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